Blog #1 – Grundlagen

Anfang

Willkommen beim ersten Blog-Eintrag auf unserer Chor-Website. Hier wollen wir den Neugierigen von euch einen Einblick ins Chorleben vermitteln, aber auch diejenigen von euch, die gern bei uns mitsingen wollen, Zweifel aus dem Weg räumen oder Fragen beantworten!

Nun, wie beginnt man überhaupt soetwas wie die Grundlagen eines Gospelchores zu sprechen? Vielleicht fange ich einfach damit an, dass all das hier nicht unbedingt auf jeden Chor zutreffen muss!

Generell lässt sich sagen, dass wir kein Profi-Chor sind, sondern ein Hobby-Chor. D.h. wir singen und treten auf, um Spaß zu haben und die Freude an der Musik zu teilen. Wir haben keine hochausgebildeten Sängerinnen und Sänger im Chor, die ihr Monatsgehalt bei Auftritten vor einem Millionenpublikum verdienen. Viele Mitglieder haben zwar auch Gesangsunterricht genommen oder spielen ein Instrument – aber das ist nicht Voraussetzung. Trotzdem haben wir einen hohen Anspruch an unseren Gesang, an die Instrumentalisierung und auch an die Liederauswahl – klar, wenn wir hart an einem Lied arbeiten, wollen wir auch, dass es gut klingt. Damit das alles so klappt, werden wir geführt und begleitet durch unsere Chorleitung: Als Dirigentin und Gesangslehrerin haben wir SamEu Jakobs verpflichtet und als Pianisten Daniel Weber. Doch fangen wir ein wenig grundlegender an:

Die Chormusik – Einteilung in die Stimmen

Als Chor bezeichnet man eine Gruppierung von Musizierenden, die gemeinsam ein Stück darbieten. Das können Sänger aber auch Instrumentalisten oder sogar Tänzer sein – in unterschiedlichen Besetzungen. Mit ca. 40-50 aktiven Mitgliedern sind wir einer der mittleren Hobby-Chöre. Teilweise gibt es sehr kleine Chöre mit nur 5 Mitgliedern, aber auch große Mass-Choirs mit mehr als 200 Teilnehmern.

Posing vor dem großen Konzert
Von links nach rechts: Sopran, Alt, Tenor, Bass

Das besondere an Chorgesang ist, dass viele Menschen das Lied in unterschiedlichen sogenannten Stimmlagen singen. Das bedeutet, dass eine Gruppe von Sängern andere Töne singen als wiederum eine andere Gruppe – das nennt man Stimmteilung und kann von Chor zu Chor in unterschiedlichen Gruppen stattfinden. Die Stimmteilung ist besonders wichtig, da nicht jeder Sänger mit der gleichen Stimmlage gesegnet ist: Es gibt beispielsweise Frauen, die sich wohl fühlen, wenn sie eher höhere Töne singen, dafür aber Schwierigkeiten haben, tiefere Töne zu treffen und langfristig zu singen. Diese Frauen werden bei uns im Chor in den Sopran eingruppiert. Der Alt umfasst alle tieferen Frauenstimmen und die wirklich tiefen Frauenstimmen singen bei uns zusammen mit den hohen Männerstimmen im Tenor. Die tiefen Männerstimmen singen bei uns im Bass. Und damit haben wir auch alle Gruppen unseres Chores bereits aufgezeigt: Sopran, Alt, Tenor und Bass.

Es gibt noch weitere Eingruppierungen, die bei uns nur in bestimmten Liedern Verwendung finden, wie beispielsweise den Sopran I und II oder den Alt I und II. Wobei jeweils die I für eine höhere Fassung der Stimme und die II für eine tiefere Version der Stimme steht.

Das Ziel dieser Stimmeneinteilung ist das gleichzeitige Singen verschiedener, harmonischer Tonhöhen. Dies führt zu einem sogenannten Mehrklang oder auch Akkord gennant. Singen also Sopran, Alt, Tenor und Bass gleichzeitig zusammen und singen dabei die eigenen Töne ihrer jeweiligen Stimmen ist dies ein Vierklang. Wurde Sopran und Alt jeweils noch zwei Gruppen geteilt, kommt sogar ein ein Sechsklang zustande. Zum Grundverständnis kann man dies am einfachsten an einer Gitarre nachempfinden: Das Anschlagen aller 6 Saiten einer (standardmäßigen) Gitarre führt zu einem Akkord. Durch das Herunterdrücken einer Saite verändert sich der Ton einer einzelnen Saite und somit auch der Gesamtakkord.

Tiefer wollen wir an dieser Stelle jedoch nicht eintauchen – das heben wir uns für einen späteren Blogeintrag auf. Auf der nächsten Seite sprechen wir über den typischen Ablauf einer Probe.

Veröffentlicht in Blog

Ein Gedanke zu „Blog #1 – Grundlagen

  1. Danke Björn! Toll geschrieben! Wir sind einfach eine tolle, fröhliche Truppe! Es macht viel Spaß und es ist jedesmal Balsam für die Seele zu singen!

Kommentar verfassen