Blog #1 – Grundlagen

Eine ganz normale Probe

Jeden Donnerstag treffen wir uns im Gemeindehaus I in Neu Wulmstorf um ca. 19:30 Uhr, um die wöchentliche Probe zu beginnen. Für gewöhnlich setzen wir uns in einem Stuhlkreis in die jeweiligen Stimmen.

Beispiel für Sopran Alt Tenor Bass Noten
Beispiel eines Vierklangs: Die ganzen Noten (die Kreise) von oben nach unten: Sopran und Alt im Violin-Schlüssel und Tenor und Bass im Bass-Schlüssel

Begonnen wird mit dem Einsingen. Das mag für den Außenstehenden merkwürdig klingen, wenn 40 Erwachsene anfangen laut mit der Zunge zu schnalzen oder  zu jauchzen, ist aber für eine klingende Stimme für die nächsten zwei Stunden unerlässlich. Schließlich wollen wir am nächsten Tag alle nicht heiser sein. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich sagen, dass ich eingesungen wesentlich sicherer und sauberer hohe Töne singen kann – man merkt tatsächlich einen Unterschied!

Das Einsingen dauert für gewöhnlich 10-15 Minuten, nachdem ggf. organisatorische Dinge besprochen wurden, beginnt auch schon die eigentliche Probe. Entweder wir wiederholen bereits bekannte Lieder für einen kommenden Auftritt oder wir studieren ein neues Lied ein:

Beim Einüben eines neuen Liedes kommt es darauf an, in der jeweiligen Stimmlage den richtigen Text und die jeweiligen richtigen Töne zu lernen und wiederzugeben. Nicht nur die Töne unterscheiden sich in den einzelnen Stimmen, oftmals singt man anderen Text oder hat sogar andere Einsätze. Wir lernen unsere Lieder anhand der jeweiligen Notensätze – aber keine Angst, es ist keine Voraussetzung Noten lesen zu können – unter der Führung unserer Chorleiterin und des Pianisten.

Meist lernen wir die Lieder in „Schichten“. Also erst singt der Sopran getrennt von den anderen Stimmen, dann der Alt und so weiter. Bis wir anschließend das Lied dann langsam
zusammensetzen und einen 4-stimmigen Chor bilden. Das ist besonders wichtig, da gerade zu Anfang es sehr verwirrend sein kann, wenn nicht alle Sänger die gleiche Stimme singen. Das erfordert etwas Übung, daher ist es für die unsicheren Sänger empfehlenswert, sich in die Mitte der Stimme zu setzen. So hört man weniger die Nachbarstimmen und kann sich ganz auf die eigene konzentrieren.

Ach übrigens: Alle Neuen bekommen natürlich die jeweiligen Noten natürlich geliehen. Kleiner Tipp: Unbedingt etwas zu Trinken mitnehmen!

Im letzten Abschnitt unseres ersten Blogeintrags möchte ich noch über unsere Auftritte sprechen:

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Ein Gedanke zu „Blog #1 – Grundlagen

  1. Danke Björn! Toll geschrieben! Wir sind einfach eine tolle, fröhliche Truppe! Es macht viel Spaß und es ist jedesmal Balsam für die Seele zu singen!

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