Ein Reisetagebuch von Mallorca

Mittwoch, 27. Februar

Die Nacht war für alle viel zu kurz. Um 3 Uhr mussten wir schon aufstehen, da wir uns um 4 Uhr alle auf dem Lidl-Parkplatz getroffen haben. Dann ging es mit den zwei, von Minicar gemieteten Taxen, zum Flughafen. Wir hatten bereits unsere Plätze im Flieger vorab reserviert und online eingecheckt. Ich hatte das für Mama, Fabienne, Sandra, Maxim und mich übernommen. Am Flughafen mussten wir ja nur noch unser Gepäck aufgeben und dann zum Sicherheitscheck. 10 Minuten nach der angesetzten Abflugzeit ging es dann

Ausblick auf den Hotel-Pool
Ausblick auf den Hotel-Pool

auch endlich los in die Sonne. Für einige von uns war es der erste Flug und so stieg natürlich auch die Aufregung. Wir bekamen zwei Getränke und konnten zwischen Käse- oder Schinkensandwich wählen. Vom Flughafen in Palma wurden wir von der Reiseleitung abgeholt und mit einem Bus zum Hotel gefahren. Im Hotel haben wir dann unsere Zimmerschlüssel bekommen und konnten erst mal unsere Koffer aufs Zimmer bringen. Da die Sonne schien und der Strand in unmittelbarer Nähe war, trafen wir uns am Pool und gingen gemeinsam zum Strand. Auf Grund der Schlechtwetterlage in Deutschland hatten einige die Wirkung der mallorquinischen Sonne unterschätzt und haben prophylaktisch ihre Sonnenbrillen zu Hause gelassen. Also musste das gleich an einem kleinen Souvenirshop nachgeholt werden. Wir sind dann Am Strand entlang spaziert und an der Küste von Peguera. Die Häuser waren echt einmalig, wenn man selbst von seinem Parkplatz einen Ausblick über das Meer hat, dann ist das schon echt was Nettes. Jede lange Wanderung fordert irgendwann ihren Tribut und wir kehrten am Strand in ein Strandcafé ein um etwas zu essen. Das Abendessen war erst um 20:15 Uhr und jeder bekam einen Tisch zu gewiesen. Es gab ein großes Buffet mit warmem und kaltem Essen und natürlich auch ein sehr großes Nachtischbuffet. Anschließend wurde in der Hotelbar auf einem Beamer das Fußballspiel Bayern gegen Dortmund übertragen, was ein Großteil von uns verfolgt hat.

Donnerstag, 28. Februar

Das Wetter war heute nicht so berauschend. Es hat die ganze Zeit immer wieder in Intervallen geregnet, aber man muss dann das Beste draus machen. Für heute war eine Panorama-Busfahrt geplant. Sprich eine sehr sehr lange Busfahrt. Der Plan wurde spontan durch Sam Eu geändert und wir sind zum Kateuser-Kloster gefahren. Dort hat Chopin mit seiner Geliebten in einer Mönchszelle gelebt. Vor der Führung haben wir noch unser spontanes Konzert in der Kapelle des Klosters gegeben. Es war echt sehr schön. Erst haben wir unsere Acapelleastücke vorgetragen, Singspiration hat ihre Stücke gesungen und anschließend hat Sandra „Amazing Grace“ gesungen. Das war Gänsehaut-Feeling pur und ungefiltert. Unsere Busfahrt haben wir danach noch fortgesetzt. Die Fahrt durch serpentinenähnliche Straßen war ein echtes Highlight. Wir hielten kurz an einem alten Wehrturm um ein paar schicke Fotos von der Küste zu machen und um die Aussicht zu genießen bevor es dann weiter zum Hafen von Andratx ging. Danach ging es zurück zum Hotel für einen kurzen Boxenstopp, um danach mit dem Bus nach Palma zu fahren. Dort hatten wir dann bis 18 Uhr Zeit zu shoppen und zu flanieren. Das war sehr schön. Da uns allen der Magen knurrte sind wir erst mal in einem kleinen Café eingekehrt, um unseren Hunger zu stillen. Wir haben uns danach in kleinere Gruppen aufgeteilt um auf eigne Faust die Stadt zu erkunden. Um 18 Uhr hat uns der Bus am Hafen eingesammelt und zurück zum Hotel gebracht. Vor dem Essen hatten wir noch eine Chorprobe.

Deckenmalerei im Kateuser-Kloster
Deckenmalerei im Kateuser-Kloster

Wir wollten mit dem Klassikchor am Ende des Konzerts das Lied „Oh happy Day“ singen, da sie ja mit Mappen singen brauchten sie Zettel mit dem Liedtext. Nach dem Essen hatten wir unseren Auftritt in der Hotelbar auf der kleinen Bühne mit den bunten Strahlern und der Discokugel. Das „Oh happy Day“ klappte dann ganz gut. Wir saßen anschließend noch alle in der Hotelbar, da wir nach unseren Auftritt pro Person jeweils ein Freigetränk bekommen haben. Auf Grund der überschwänglichen Freude haben wir dann noch Sulo getanzt.

 

Freitag, 1. März

Den Vormittag und Nachmittag hatten wir Freizeit. Jeder konnte seine Freizeit so gestalten, wie er das gerne wollte. Einige gingen an den Strand und einige erkundeten die Stadt. Es gab dann vor unserem Auftritt noch eine gemeinsame Chorprobe mit Singspiration. Anschließend haben wir uns alle in unsere Galaoutfits geschmissen und sind zusammen mit dem Bus zur Strandkapelle in San Fernado gefahren. Dort war es sehr kalt. Wir haben aber alle tapfer unsere Jacken für das Fotoshooting vor der Kirche ausgezogen. Der Auftritt in der Kirche war sehr schön. Nach dem wir dann ordentlich durchgefroren waren ging es dann wieder zum Hotel. Im Hotel angekommen haben wir uns erst mal ein paar wärmere Sachen als unsere Galaoutfits angezogen und darauf gewartet, das es Essen gab. Die Abendanimation heute war Bingo. Manch einer kam sich mit seinem Alter etwas fehl am Platz vor, aber wir haben doch ordentlich abgeräumt.

In der Nähe des Hotels
In der Nähe des Hotels

Daniel gewann sehr oft und Karl gewann am Ende den Hauptpreis, aber nur durch unsere weibliche Mitarbeit. Denn es kam zu einem Stechen das mit Klamottensammeln gewonnen werden sollte. Normale Klamotten zählten jeweils einen Punkt, BHs 10 Punkte und Tangas 50 Punkte. Vier BHs später hatten wir dann gewonnen und der Hauptpreis, eine Flasche Sekt, wurde unter uns aufgeteilt. Um Mitternacht haben wir dann für  Lutz das klassische „Happy Birthday“ und das “ Happy Birthday“ von den Wise Guys gesungen.

 

 

Samstag, 2. März

Für heute war von der Reiseleitung eine mehrstündige Ausfahrt mit dem Bus geplant die zusätzliche 33 Euro kosten sollte. Alle von unserem Gospelchor haben sich dagegen entschieden und so beschlossen, dass wir uns Autos für diesen Tag mieten, die wir mit den Einnahmen der SEK-Truppe finanziert haben. Um 9 Uhr wurden die Autos ans Hotel geliefert, aber es waren leider die falschen Autos. Wir hatten eigentlich 4 Renault Kombis bestellt und die kamen mit einem Bus und zwei Clios. Ein paar aus der Gruppe haben dann versucht, das mit der Autofirma zu klären. Im Nachhinein hatten wir dann zwei Busse und einen Clio. Wir teilten uns dann auf, denn eine Gruppe wollte zu der Drachenhöhle und die anderen zum Leuchtturm. So haben wir dann den ganzen Tag mit der Erkundung der Insel verbracht.

Mal ein etwas anderer Leuchtturm
Mal ein etwas anderer Leuchtturm

 

Sonntag, 3. März

Heute hatten wir unsere Messebeteiligung in der Strandkirche in San Fernando, dieses Mal aber in unseren legeren Outfits. Beim Auftritt standen wir oben auf der Empore und haben das Publikum sozusagen von hinten besungen. War echt ein schöner Auftritt. Danach sind wir wieder zurück in den Bus und ab nach Palma, wo der Klassikchor in der Kathedrale von Palma auftreten sollte. Diese Kathedrale ist echt ehrfurchtgebietend gewesen diesen riesigen Mosaikfenster waren einfach der Wahnsinn. So was von detailreich. Wir machten noch kurz ein Fotoshooting vor der Kathedrale um diesen Moment zu verewigen. Nach der Messe konnten wir entweder mit dem Bus zurück ins Hotel fahren oder noch in Palma bleiben. Da es Balearentag war, waren viele Buden in den Straßen aufgebaut, die ihre handwerklichen Fähigkeiten anboten. Zum Schluss gab es dann noch einen Cappuccino im Guinness House und wir fuhren danach mit dem Bus zurück zum Hotel. Kurz vor der Abfahrt erzählte uns Sam Eu allerdings das sie jemanden unterwegs verloren hätten. Da war natürlich die Aufregung groß und keiner wusste so richtig was er machen sollte. Gegen kurz vor 10 kam er dann endlich ins Hotel. Zu dem Zeitpunkt stand Sam Eu schon komplett neben sich, aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen. Um dann den letzten Abend schön ausklingen zu lassen haben wir uns Wein- und Rumflaschen geschnappt und sind an den Strand gegangen. Das war eine sehr schöne Atmosphäre und wir standen dort bis spät in die Nacht hinein.

 

Montag, 4. März

Der Tag der Abreise ist da. Wir haben uns alle um halb elf in der Lobby verabredet, denn wir wollten schwimmen gehen an unserem letzten Tag. Die Sonne schien und es fühlte sich auch echt warm an. Nur als wir dann, mutig wie wir waren, uns ins Meer stürzten merkten wir wie kalt das eigentlich war. Die Füße wurden nach kurzer Zeit taub und wir haben eigentlich nur so lange ausgehalten, wie es dauerte das Foto im Bikini bzw. Badeanzug bzw. Badehose zu machen. Danach schnell unter die heiße Dusche und warten bis der Bus kommt. Nach der Landung als wir dann schon eine Weile am Kofferband standen und der

Mosaik aus der Kathedrale von Palma
Mosaik aus der Kathedrale von Palma

Strom der Koffer versiegte und 3/4 der Reisenden noch keinen Koffer hatten kam die Durchsage, das auf jeden Fall noch Koffer kommen würden. Echt witzig. Gott sei Dank kamen sie dann auch noch. Dann trennten sich unsere Wege und alle sind wieder in ihre eigenen 4 Wände nach dieser schönen Zeit gefahren.

Jessica

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